Menschen tun sich oft schwer, eine innere Beziehung zu Musikstücken zu finden, die nicht ihren eigenen Vorlieben entsprechen. Wie schaffe ich es, sie für Musik zu interessieren, die ihnen auf den ersten Blick fremd ist? Eine Möglichkeit, Zugang zu ungewöhnlicher Musik zu bekommen, ist die „Musikaufstellung“. Dabei verkörpern Personen Teile eines Musikstückes. Durch die Identifikation entsteht ein tieferer
Zugang zu einem Musikstück.
Methodik:
- Aufstellungsarbeit
- Phantasiearbeit
- Skulpturarbeit
Zielgruppen:
- Schulklassen (Neue Zugänge zu zeitgenössischer Musik)
- Lehrerfortbildung (Erlernen neuer Unterrichtsmethoden für den Musikunterricht)
- Erwachsenenbildung und Musikvermittlung bei Konzerten (Einer andere Form der Begegnung mit Musikstücken)
- Musiker (Neuer Zugang zu musiktheoretischem Wissen)
Mehr Infos: Karen Schlimp: „Ich bin der tiefe Ton“, in klasse musik.
Exemplarischer Ablauf aus einer Musikaufstellung
Beim Hören eines Musikstückes wird überlegt, welchen Klang man gerne darstellen möchte. Man überlegt sich zum Beispiel: „Wie könnte sich das anfühlen, einmal ein heller Klang zu sein und durch den Raum zu schweben, oder wie fühlt man sich als Komponist der so ein Stück geschaffen hat? Dazu versetzt man sich dann in diesen Klang, und stellt ihn mit einer ihm entsprechenden Körperhaltung im Raum dar. (Je nach Musikstück können das auch verschiedene Instrumente oder Personen, oder Teile des Stückes sein.) Alle Teilnehmer stehen, dann auf verschiedenen Plätzen im Raum, manche näher beieinander, manche weiter weg. Es entsteht so etwas wie eine eine Raumanordnung, die die Beziehung der Klänge zueinander sichtbar macht. Jede Person ist nun ein Teil des Musikstückes geworden und berichtet den anderen was sie erlebt und fühlt.
