Trilogie ist ein Traum: Inspiriert durch gläserne Klänge des Klaviers und durch Lichtbrechungen von Glas entstand die Idee Glas und Klang zu verbinden. Ausgangspunkt der Erarbeitung waren Eigenschaften und Charakter des Materials sowie die persönliche Beziehung dazu. Durch die Arbeit mit fixen Improvisationsstrukturen zum Thema Glas entstand das Stück Duo.
Trio entwickelte sich aus dem Wunsch das Instrument auch als Tanzpartner wahrzunehmen, so mit ihm in Kontakt zu treten, und daraus Musik zu entwickeln. Die aus Amerika stammende postmoderne Tanzform Contact -Improvisation tat ihr übriges dazu.
Terzett spielt mit Linien und Farben. Der Pinsel tanzt, die Farbe agiert, die Tänzerin reagiert. Drei verschiedene Kompositionen entstehen.
Die Sammlung Groteske aus dem Zirkus V. vereinigt acht Klavierstücke aus dem Zyklus Wintergarten (entstanden im Herbst/ Winter 1975). Für den 1941 geborenen Schweizer Komponisten und Klavierpädagogen Hans Urs Zürcher ging es vor allem darum, den Klang eines jeden Bildes aufzuspüren, und in Musik umzusetzen. Bei manchen Bildern wurden einige Parameter der bildnerischen Sprache direkt in musikalische übersetzt, bei anderen übertrug der Komponist die Athmosphäre.
John Casken wurde 1949 in England geboren. Er begann als serieller Komponist. Ia Orana, Gauguin entstand 1979 im Auftrag der Sängerin Jane Manning und des Pianisten Richard Rodney Bennet, die dieses Werke im Rahmen eines Mittagskonzertes im Museum von Leicestershire uraufführten.
Der Titel des Werkes Ia orana, Gauguin bezieht sich auf einige Bildertitel Gauguins (z. B.: Ia Orana, Maria) und heißt in der Eingeborenensprache Tahitis „Sei gegrüßt, Gauguin.“
Der Text der Komposition zitiert oft Bildertitel wie“Yellow Christ,““ Where are you going?“ ....Die musikalische Verarbeitung der Bilder ist unterschiedlich: Manchmal philosophiert der Komponist über den Inhalt der Bilde in Klangrezitativen, in denen die Sängerin zum Beispiel Vokale einfärbt, Töne vierteltönig verändert und Konsonanten als athmosphärisches Mittel einsetzt. An anderen Stellen vertont er Formen („Arrows of Pissarros Light, Cezanne Cylindres“), Farben („Azure Blocks“) und Materialien („Patchwork Quilt“). Sängerin und Pianistin werden ausgesendet, ein musikalisches Gemälde zu gestalten, das alle Elemente Gauguinscher Kunst enthält.
Tod in Venedig von Werner Raditschnig wurde für diesen Abend komponiert. Es ist ein Herbststück, ein Ritual. “Skulpturale Klangkunst“ nennt der Salzburger Komponist diese Art von Musik.“Der Gestus des Musizierens wird verlassen. Ist das noch Musik?“
Auch in seinen anderen Werken bewegt sich der Gitarrist und Komponist Werner Raditschnig an der Grenze zwischen Musizierwelten, Elektronik und selbstgebauten Klanginstallationen. Dieses Stück ist nicht nur Klang es ist auch Zeit. „In diesem Stück wird jeder Pianist seine eigene Zeit einbringen, auch wenn es in fünfzig Jahren gespielt wird. Die Stimmung ist zeitlos. „Venedig im November-morbide.“